Schössertour durchs Küstenvorland

Schlösser und Herrenhäuser sucht Ihr auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst vergeblich. Dazu müsst Ihr ins Küstenvorland kommen. Hier verfügt fast jedes Dorf über ein Gutshaus. In dem einen oder anderen Ort fallen sie etwas größer und mondäner aus. Oft sind sie noch umgeben von großen Parks, oft mit vielen dendrologischen Besonderheiten. Die mecklenburgischen und pommerschen Guts- und Herrenhäuser und ihre Bewohner haben die Geschichte des Landes über viele Jahrhunderte bestimmt. Ein Hauch davon weht immer noch durch die Gemächer und Hallen der architektonisch beeindruckenden Bauwerke.

In vielen der Häuser könnt Ihr Euer Urlaubs-Quartier nehmen, sie werden als Hotel betrieben oder verfügen über Ferienwohnungen. Im Schloss Schlemmin erwartet Euch auch ein gastronomisches Angebot. Das Gutshaus Hessenburg beherbergt sowohl Hotelzimmer als auch ein Museum für zeitgenössiche Kunst. Das Kranich Café befindet sich gleich daneben in der alten Schmiede des Gutshofensemble.

Der 21 ha große Park von Schloss Semlow mit seinem großen Teich entstand in den Jahren 1851 bis 1855 nach Plänen von Gustav Meyer, einem Mitarbeiter des Gartenarchitekten und Landschaftsgestalters Peter Josef Lennè. Meyer ging anschließend nach Berlin und gestaltete als königlicher Hofgärtner Parks und Gärten in Berlin und Potsdam. Die Parkanlagen, auch an den meisten anderen Häsuern,  dürfen ganz oder teilweise betreten werden und laden zu entspannten Spaziergängen ein.

Zur Spargelzeit bietet das Gutshaus Neu Wendorf das beliebte Stangengemüse von den eigenen Feldern zum Verkauf. Im Herbst dagegen erhalten sie besondere und vergessene Kürbissorten am Gutshaus in Behrenshagen. Honig aus der hier ebenfalls beheimateten Imkerei versüßt Euch Euren Urlaub dazu.

Die Route lässt sich flexibel an jedem Ort starten oder beenden. Praktische Gastronomie-Tipps helfen dabei, eine passende Einkehrmöglichkeit zu finden.

Die beste Gelegenheit für einen Besuch der vielen Guts- und Herrenhäuser ist die MittsommerRemise. Das Festival der Gutshäuser in Mecklenburg-Vorpommern lädt ein ganzes Wochenende zur Sommersonnenwende zu einer Landpartie mit exklusiven Einblicken in ein wiederaufblühendes Kulturerbe.

Für Leib und Seele

Einkehr-Tipps führen Euch zu weiteren schönen Orten entlang der Route

Georg Kranz
Georg Kranz

Kranich Museum & Hotel - Gutshof Hessenburg

Das Kranich Museum & Hotel in Hessenburg/Saal ist ein Refugium, in dem Architektur, Kunst und Natur eine einzigartige Symbiose eingehen. Im historischen Gutshaus und Park treten zeitgenössische Kunstwerke von internationalen Künstler:innen in einen Dialog zwischen Kunst und Landschaft. Im Süden des Gutshauses erstreckt sich die Parkanlage mit einem wunderbaren alten Baumbestand, im Nordosten finden sich Reste eines frühdeutschen Turmhügels mit Ringgraben.

Schloss Schlemmin

Wer das Schloss Schlemmin erstmalig erblickt und über den es umgebenden Wassergraben schreitet, fühlt sich unweigerlich wie aus der Zeit gefallen. Das heutige Schloss-Hotel ist ein im neugotischen Stil gehaltenes Herrenhaus. Eingebettet liegt das Schloss in einem über 18 Hektar weiten Landschaftspark. Ein Rundweg führt u. a. an über 500 Jahre alten Baumgiganten vorbei und ganz neu beheimatet im Schlosspark: eine Herde friedlicher Black-Galloway-Rinder.

TV-VR/M.Steimle

Schloss Semlow

Das Herrenhaus wurde auf Auftrag von Carl von Behr-Negendank vom Strelitzer Hofbaumeister Friedrich Wilhelm Buttel etwa im Jahr 1825 erbaut. Es ist von einem beeindruckenden Landschaftspark mit einer Fläche von 21 Hektar umgeben, der durch weite Wiesen, ein ausgedehntes Wegenetz mit herrlichen Blicken auf das Schloss, markante Einzelbäume sowie ein System aus Gräben und Teichen geprägt ist. Zu den Besonderheiten zählen zwei in unmittelbarer Nähe des Teiches gepflanzte Sumpfzypressen. Im Frühjahr bezaubert alljährlich ein Teppich von wilden Krokussen, Schneeglöckchen und Anemonen den Besucher.

Herrenhaus Viecheln

Herrenhaus Viecheln

Das im Jahr 1869 von der Familie Blohm (Blohm & Voss) errichtete Herrenhaus wurde vom bekannten Architekten Heinrich Thormann im englisch-gotischen Tudor-Stil entworfen. Heute werden in dem ehrwürdigen Gebäude Ferienwohnungen angeboten. Das Haus ist von einem 3 Hektar großen Gutspark umgeben, der bereits im Jahr 1770 im Stil des englischen Landschaftsgartens angelegt wurde und einen Teich sowie einen alten Burgwall beherbergt. Heute findet man dort seltene Bäume und Tiere.

Gushaus Stubbendorf
Gutshaus Stubbendorf

Gutshaus Stubbendorf

Umgeben von ehrwürdigen alten Bäumen und dem zum Gutshaus gehörenden Wäldchen mit majestätischen Buchen, liegt das herrschaftliche Anwesen eingebettet in den parkähnlichen Garten des beschaulichen Ortes Stubbendorf. Direkt an der Dorfstraße steht das imposante Gutshaus, dessen heutige Erscheinung im Jahr 1904 vom renommierten Architekten Paul Korff gestaltet wurde und somit ein beeindruckendes Zeugnis vergangener Baukunst darstellt.

Landhaus Schloss Kölzow
Landhaus Schloss Kölzow

Landhaus Schloss Kölzow

Ein 8 Hektar großer Park umgibt die ehemalige Residenz eines einst bedeutenden landwirtschaftlichen Betriebs, dessen Ursprünge bis ins frühe 13. Jahrhundert zurückreichen. Heute beherbergt das Landhaus Schloss Kölzow ein Hotel und spiegelt die Atmosphäre vergangener Zeiten wider. Der denkmalgeschützte Landschaftspark zeichnet sich durch einen alten, artenreichen Baumbestand aus. Uralte Bäume, Sträucher, kleine Teiche und großzügige Rasenflächen verbinden sich zu einer Szenerie, die im Zeitalter der Romantik an das Paradies erinnerte.

H. Eben

Gutshaus Neu Wendorf

Das Gutshaus liegt wunderbar ruhig gelegen in einem schönen Park mit tollem alten Baumbestand und umgeben von Feldern. Zum Gutshaus gehört ein Hotel und ein landwirtschaftlicher Betrieb. Während der Spargelsaison bietet das Gutshaus frischen Feldspargel aus eigenem Anbau im Hofladen an.

v.d. Lühe

Schoss Pütnitz

Das 1836 gebaute Gutshaus erhielt 1906 seinen schlossähnlichen Charakter und wird von den Nachbarn liebevoll Schloss genannt. Der bezaubernde Schlosspark vereint eine harmonische Mischung aus ehrwürdigen, jahrhundertealten Bäumen und neu gepflanzten Büschen sowie Sträuchern. Einige der geschützten Baumexemplare auf dem Gelände sind beeindruckende Zeugen vergangener Zeiten, darunter zwei majestätische Platanen, die auf ein Alter von etwa 270 Jahren geschätzt werden. Das Flüsschen Recknitz schlängelt sich malerisch direkt am Park entlang und verleiht der idyllischen Kulisse zusätzlichen Charme.

TVVR/S.Maus
TVVR/S.Maus

Honig- und Kürbishof Gutshaus Behrenshagen

Behrenshagen zieht Experten und Fotografen gleichermaßen an. Im Park, der nach den Plänen des berühmten Landschaftsarchitekten Lenné gestaltet wurde, findet man eine außergewöhnliche Ulmenreihe, die bereits 350 Jahre alt ist, sowie beeindruckende asiatische Tulpenbäume und eine libanesische Kastanienblatt-Eiche. Die heutigen Eigentümer haben durch eine Obstwiese mit über 40 Obstbäumen sowie eine gepflegte, dennoch naturbelassene Parkanlage einen Lebensraum für 15 Bienenvölker geschaffen. Die hauseigene Imkerei wird ergänzt durch den Anbau verschiedener Kürbissorten, von denen viele im Handel kaum erhältlich sind.

Tour-Stationen im Überblick

Mit dem Rad von Schloss zu Schloss durchs Recknitztal