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Die Zuckerrübenbahn im Tessiner Land

Ein- und Ausblicke ins Mecklenburger Parkland

Stellen Sie sich vor, Sie fahren durch das Tessiner Land und statt der für Mecklenburg typischen, gelb blühenden Rapsfelder umgibt Sie Rübenacker, so weit das Auge reicht. In der Ferne hören Sie dumpfes Rattern und sehen dicke, weiße Rauchwolken aufsteigen. Dann sind Sie angekommen in der Zeit, in der die umliegenden Gutshäuser aufblühten, die Dampfloks auf schmalen Schienen massenhaft Rüben in die Stadt transportierten und die Zuckerfabrik in Tessin die Herstellung des „weißen Goldes“ industrialisierte.

Während die Zuckerfabrik, allerdings mit neuer Nutzung, noch an alter Stelle trohnt und die Gutshäuser mittlerweile wieder ihre alte Würde ausstrahlen, ist von der Rübenbahn nicht mehr viel übrig geblieben. Wagen und Loks sind bis auf wenige verbliebene Zeitzeugen verschwunden und auch die Schienen wurden demontiert. Die von der Trasse erschlossene Landschaft ist jedoch schöner denn je. Entdecken Sie auf den Spuren der alten Rübenbahnen Relikte aus längst vergangenen Tagen.

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Ausgangspunkt dieser Tour ist die Zuckerfabrik. Nach Süden überqueren Sie die Recknitz auf einer alten Eisenbahnbrücke und wenig später die B 110 in Richtung Selpin. Kurz hinter der Autobahn biegen Sie auf die alte Rübenbahntrasse ab und folgen immer der roten Ausschilderung für diese Trasse. In Selpin fahren Sie über den Hof des Schafstalls. In Wilhelmshof können Sie an einer der Stationen verweilen, die verschiedene Aspekte der Rübenzeit erzählen.Biegen Sie nach Wesselsdorf ab. Die im Gutshaus befindlichen Ferienwohnungen laden zum längeren Ausspannen ein. Der weitere Weg erscheint auf der Karte als ein Umweg über Drüsewitz nach Goritz, aber Sie werden belohnt durch Aussichten in die liebliche Landschaft des Mecklenburger Parklands. Achten Sie in Goritz auf die Rübenbahnschilder, um den Abzweig ins Recknitztal nicht zu verpassen.

Der Sandweg führt durch bewaldete Talhänge. Was Sie zunächst bergab sausen, müssen Sie auf der anderen Seite wieder hochstrampeln. Sie müssen aber gar nicht bis Eickhof, sondern können gleich rechts in die Recknitzwiesen abbiegen und auf einem Sandweg dem Flusslauf nach Wohrenstorf folgen. Nicht selten begegnen Ihnen hier Schreiadler, Kranich & Co. Achten Sie auch in Wohrenstorf auf das schöne Gutshaus. Wenn Sie die Autobahn überquert haben, biegen Sie wieder hinunter ins Tal ab. Folgen Sie dem Weg zum „Fredissimo“, dem hölzernen Aussichtsturm auf dem Prangenberg, um einen grandiosen Ausblick auf die Schönheit des Recknitztals und des Mecklenburger Parklands zu genießen.

Streckenlänge: 32 km

Streckencharakter: Ländlicher Wegebau, wenig Straße, Feldwege, teils sandig, mehrere Steigungen

Parkplätze: An der Zuckerfabrik Tessin